Ratgeber
Typische Englischfehler deutscher Muttersprachler im Job
Deutsch und Englisch sind eng verwandt, deshalb passt vieles auf Anhieb. Hängen bleiben die Fehler, die richtig aussehen: fast gleiche Wörter mit anderer Bedeutung, deutsche Zeitformen und deutsche Wortstellung in englischen Sätzen.
Aktualisiert am 24. Oktober 2026
Viele Deutschsprachige schreiben sehr gutes Englisch, und gerade deshalb fallen die restlichen Fehler auf. Die meisten kommen von Wörtern, die es in beiden Sprachen gibt, aber mit anderer Bedeutung, und von ein paar Stellen, an denen die deutsche Grammatik anders funktioniert: seit, bis, wenn, das Perfekt, die Kommas und die Wortstellung. Keiner dieser Fehler macht dich schwer verständlich. Aber sie lassen eine Nachricht übersetzt klingen.
Hier sind die Fehler, die in beruflichen E-Mails und auf Slack am häufigsten vorkommen, jeweils mit dem deutschen Muster dahinter und dem, was ein Muttersprachler stattdessen schreiben würde.
False Friends: Wörter, die fast gleich aussehen
Das sind die Klassiker. Das deutsche Wort wird fast genauso geschrieben, deshalb fällt in einer schnellen Nachricht nichts auf. Für Muttersprachler sagen manche davon aber etwas ganz anderes.
Did you gelöscht: becomeeingefügt: get my email?
„Bekommen“ heißt get oder receive. “Become” bedeutet „werden“, die Frage lautet also wörtlich: „Bist du meine E-Mail geworden?“
We gelöscht: will eventuallyeingefügt: might move the meeting to Thursday.
„Eventuell“ heißt possibly oder maybe. “Eventually” bedeutet „schließlich“ oder „irgendwann“.
Please use the gelöscht: actualeingefügt: current version of the template.
„Aktuell“ heißt current oder latest. “Actual” bedeutet „tatsächlich“ oder „echt“.
I need to ask my gelöscht: chefeingefügt: boss first.
„Chef“ heißt boss oder manager. Ein englischer “chef” ist Koch und arbeitet in der Küche.
Can you gelöscht: controleingefügt: check the numbers before we send them?
„Kontrollieren“ heißt check. “Control” bedeutet „steuern“ oder „einschränken“.
She is very gelöscht: sensibleeingefügt: sensitive when it comes to feedback.
„Sensibel“ heißt sensitive. “Sensible” bedeutet „vernünftig“.
Our biggest gelöscht: concurrenteingefügt: competitor just lowered their prices.
„Konkurrent“ heißt competitor, „Konkurrenz“ competition. “Concurrent” bedeutet „gleichzeitig“.
Dazu ein paar, die gern in Meetings, Protokollen und Berichten auftauchen:
In my gelöscht: meaningeingefügt: opinion, the second option is better.
„Meinung“ heißt opinion. “Meaning” ist die Bedeutung eines Worts oder Satzes.
We need to be more gelöscht: consequenteingefügt: consistent with code reviews.
„Konsequent“ heißt consistent. “Consequent” ist selten und bedeutet „daraus folgend“.
Last year we gelöscht: spenteingefügt: donated 5,000 euros to a local school.
„Spenden“ heißt donate. “Spend” heißt „ausgeben“, also das, was du beim Einkaufen tust.
I will send the gelöscht: protocoleingefügt: minutes of the meeting this afternoon.
„Protokoll“ heißt minutes oder meeting notes. “Protocol” ist ein festgelegtes Verfahren, etwa in der Diplomatie oder in der IT.
We need more gelöscht: personaleingefügt: staff for the project.
„Personal“ heißt staff oder personnel. “Personal” bedeutet „persönlich“.
Denglisch: englische Wörter, die es nur im Deutschen gibt
Manche Wörter klingen englisch, sind aber im Deutschen entstanden oder haben hier eine eigene Bedeutung bekommen. Muttersprachler verstehen sie gar nicht oder ganz anders. Im Job begegnen dir vor allem diese drei:
Call me on my gelöscht: handyeingefügt: cell if anything comes up.
„Handy“ heißt mobile phone. Englisch “handy” bedeutet „praktisch“. In den USA sagt man “cell”, in Großbritannien “mobile”.
I am gelöscht: in home officeeingefügt: working from home tomorrow.
„Ich bin morgen im Homeoffice.“ Ein “home office” ist im Englischen ein Arbeitszimmer, in Großbritannien auch das Innenministerium. Üblich ist “working from home”, kurz “WFH”.
Can you bring the gelöscht: beamereingefügt: projector to the meeting room?
„Beamer“ heißt projector. Ein “beamer” ist im Englischen höchstens umgangssprachlich ein BMW.
Kleine Wörter: also, wer, lernen, leihen und wenn
Ein paar kurze Wörter machen mehr Ärger, als ihre Größe vermuten lässt. Deutsches also heißt so oder well, englisches also heißt „auch“ oder „außerdem“. Wer klingt wie englisches where, und wo ein bisschen wie who, deshalb werden die beiden beim schnellen Tippen gern vertauscht. Und während das Hochdeutsche lernen und beibringen trennt, steht lernen in der Umgangssprache vieler Regionen für beides, und daraus wird “learn me”.
Zwei weitere Wörter decken im Deutschen gleich zwei englische ab. Leihen heißt lend (jemandem etwas leihen) und borrow (sich etwas leihen). Wenn heißt if (falls) und when (sobald).
gelöscht: Alsoeingefügt: So, let’s get started.
„Also, fangen wir an.“ Am Satzanfang kündigt englisches “also” einen weiteren Punkt an, wie „außerdem“.
gelöscht: Whereeingefügt: Who is responsible for the release?
„Wer ist zuständig?“ Eher ein Tippfehler als ein Missverständnis, aber einer, der schnell passiert.
She gelöscht: learnedeingefügt: taught me how to use Jira.
„Sie hat mir beigebracht, wie…“ Beibringen ist “teach”, lernen ist “learn”.
Can you gelöscht: borroweingefügt: lend me your charger?
„Kannst du mir dein Ladekabel leihen?“ Wer etwas hergibt, “lends” es. Wer etwas bekommt, “borrows” es: “Can I borrow your charger?”
I will call you gelöscht: ifeingefügt: when I am back in the office.
„Wenn ich wieder im Büro bin.“ Steht fest, dass es passiert, heißt es “when”. “If” bedeutet „falls“.
“Make a break”: wo Englisch take sagt
Deutsches machen steckt in vielen festen Wendungen: Pause machen, ein Foto machen, eine Prüfung machen. Im Englischen heißt es bei mehreren davon take.
Let’s gelöscht: makeeingefügt: take a short break.
„Pause machen.“ Auf Englisch: take a break.
Can you gelöscht: makeeingefügt: take a photo of the whiteboard?
„Ein Foto machen.“ Auf Englisch: take a photo, genauso take a screenshot.
I have to gelöscht: makeeingefügt: take an exam next week.
„Eine Prüfung machen.“ Auf Englisch: take an exam (im britischen Englisch auch sit an exam).
“I am here since Monday”: seit und das Present Perfect
Im Deutschen steht nach seit das Präsens: Ich bin seit Montag hier. Wir nutzen Jira seit drei Jahren. Das Englische braucht hier das Present Perfect und teilt seit auf zwei Wörter auf: since mit einem Zeitpunkt, for mit einer Zeitspanne.
Bei der Vergangenheit ist es umgekehrt. Im gesprochenen Deutsch steht für fast alles Vergangene das Perfekt (Ich habe gestern mit dem Kunden gesprochen), deshalb fühlt sich “I have talked” wie die normale Vergangenheit an. Im Englischen steht bei einem abgeschlossenen Zeitpunkt wie yesterday oder last week das Simple Past.
I gelöscht: ameingefügt: have been here since Monday.
„Seit Montag“: “since” mit einem Zeitpunkt braucht das Present Perfect.
We gelöscht: useeingefügt: have used Jira gelöscht: sinceeingefügt: for three years.
„Seit drei Jahren“: Eine Zeitspanne bekommt “for”, ebenfalls mit Present Perfect.
I gelöscht: have talked to the client yesterday.
„Ich habe gestern mit dem Kunden gesprochen.“ Ein abgeschlossener Zeitpunkt (yesterday, last week, in May) braucht das Simple Past.
Until oder by: zwei Wörter für „bis“
Bis Freitag funktioniert im Deutschen für eine Frist und für einen Zeitraum. Das Englische trennt das. Until steht für etwas, das bis zu diesem Zeitpunkt andauert: I’m on vacation until Friday. By steht für eine Frist: Send it by Friday. Faustregel: Wenn „spätestens“ in den deutschen Satz passt, heißt es by.
Please send me the slides gelöscht: untileingefügt: by Friday.
Im Moment, am Ende, die meisten: Präpositionen und Artikel
Einige Präpositionen kommen direkt aus deutschen festen Wendungen. Aus im Moment und am Ende wird im Englischen beide Male at. Eine Frage an dich ist eine question for you, und abhängen von heißt depend on.
gelöscht: Ineingefügt: At the moment I am working on the migration.
„Im Moment.“ Auf Englisch: at the moment.
gelöscht: Oneingefügt: At the end of the call we agreed on a date.
„Am Ende.“ Auf Englisch: at the end.
I have a quick question gelöscht: toeingefügt: for you.
„Eine Frage an dich.“ Auf Englisch: a question for you.
It depends gelöscht: fromeingefügt: on the budget.
„Das hängt vom Budget ab.“ Auf Englisch: depend on.
Bei Artikeln und Plural sind es vor allem diese: Die meisten verliert im Englischen seinen Artikel. Und Informationen ist im Deutschen ein normaler Plural, während englisches information gar keinen Plural hat. Dasselbe gilt für feedback und advice.
gelöscht: The mosteingefügt: Most people prefer the first design.
„Die meisten Leute.“ In dieser Bedeutung steht vor “most” kein “the”.
Thanks for the gelöscht: informationseingefügt: information.
Kein Plural-s, und das Verb steht im Singular: “The information is correct.”
Can you give me gelöscht: aeingefügt: some feedback on the draft?
„Ein Feedback.“ Im Englischen ist feedback nicht zählbar: some feedback oder einfach feedback.
Kommas: Englisch braucht weniger
Im Deutschen wird ein dass-Satz immer mit Komma abgetrennt, genau wie jeder Relativsatz. Im Englischen steht vor that kein Komma. Relativsätze bekommen nur dann Kommas, wenn sie eine Zusatzinformation sind, die man auch weglassen könnte.
I thinkgelöscht: , that we should wait until Monday.
„Ich denke, dass…“ Vor “that” steht im Englischen kein Komma.
The filegelöscht: , that you sent megelöscht: , is empty.
„Die Datei, die du mir geschickt hast…“ Der Nebensatz sagt, welche Datei gemeint ist, also keine Kommas.
Wortstellung
Im Deutschen sind Adverbien und Zeitangaben ziemlich beweglich und stehen oft weit vorn: Wir haben gestern das Budget besprochen. Das Englische ist strenger. Das Objekt folgt direkt auf das Verb, und die Zeit steht meist am Ende.
We discussed gelöscht: yesterday the budget eingefügt: yesterday.
„Wir haben gestern das Budget besprochen.“ Zwischen Verb und Objekt kommt nichts. Die Zeit steht am Schluss.
I can gelöscht: very well understand that eingefügt: very well.
„Ich kann das sehr gut verstehen.“ Das Adverb rückt hinter das Objekt.
Bitten, bitte und Grußformeln
Im Deutschen ist bitte plus Imperativ eine normale, höfliche Bitte: Bitte schicken Sie mir die Unterlagen. Im Englischen ist “Please send me the documents” einmal in Ordnung, aber eine Nachricht aus lauter Imperativen liest sich wie eine Arbeitsanweisung, auch mit einem please in jeder Zeile. Eine Frage klingt nach einer Bitte.
Bitte heißt außerdem „gern geschehen“, was englisches please nie bedeutet. Und das Englische kennt kein Sie und du: An den meisten Arbeitsplätzen spricht man sich mit Vornamen an, auch Vorgesetzte, und Höflichkeit entsteht über die Wortwahl. Wenn du keinen Namen kennst, klingt “Hello” oder “Hi there” zeitgemäßer als “Dear Sir or Madam”. Mehr zum Ton findest du im Ratgeber Lockeres oder förmliches Englisch im Job.
gelöscht: Pleaseeingefügt: Could you send me the updated numbers gelöscht: untileingefügt: by tomorrowgelöscht: .eingefügt: ?
Eine Frage statt einer Anweisung, und “by” für die Frist.
“Thanks for the quick fix!” “gelöscht: Pleaseeingefügt: You’re welcome.”
„Bitte.“ Auf ein Dankeschön antwortest du im Englischen mit “You’re welcome”, “No problem” oder “Anytime”.
gelöscht: With friendly greetingseingefügt: Best regards, Thomas
„Mit freundlichen Grüßen.“ Auf Englisch: “Best regards”, “Kind regards” oder einfach “Best”.
Kurzer Check vor dem Absenden
- Such nach become, eventually, actual, also, control und sensible. Meintest du get, possibly, current, so, check oder sensitive?
- Handy, Homeoffice, Beamer? Auf Englisch: cell oder mobile, working from home, projector.
- Since oder for bei etwas, das noch andauert: have plus dritte Verbform (past participle).
- Yesterday, last week oder ein Datum: Simple Past.
- Fristen bekommen by, nicht until.
- Kein Komma vor that.
- Nichts zwischen Verb und Objekt.
- Eine Bitte liest sich als Frage besser.
Den Rest erledigt ein Tastenkürzel
False Friends sind die Fehler, die du selbst am schwersten findest, weil das Wort ja richtig aussieht. AI Grammatic ist eine App für die Mac-Menüleiste, die genau das direkt im Text prüft. Markiere Text in einer beliebigen App, drück ⌘⌥E, und etwa eine Sekunde später steht dort eine Fassung, die klingt wie von einem Muttersprachler: False Friends, Zeitformen und Wortstellung korrigiert, deine Aussage, Namen und Links bleiben erhalten. ⌘Z holt das Original zurück.
Du kannst auch auf Deutsch schreiben und bekommst natürliches Englisch zurück:
Kannst du mir bis Freitag die aktuellen Zahlen schicken? Ich bin ab Montag im Urlaub.
Could you send me the latest numbers by Friday? I’m on vacation starting Monday.
Probier es mit einem eigenen Satz in der Live-Demo aus, oder lies mehr über AI Grammatic für Nicht-Muttersprachler (auf Englisch).
Probier es bei deiner nächsten Nachricht aus
10 Umschreibungen am Tag kostenlos. Kein Konto, keine Karte.
Für Mac herunterladen